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Das Schwermetall Uran im Trinkwasser KOWA SH 100% 100% 2012-04-18 13:42:57 Kooperation kommunaler Wasser- und Abwasserverbände Schleswig-Holsteins
Allgemeines:

Uran ist ein auf der Erde weit verbreitetes Element. Das Schwermetall ist in Form zahlreicher Mineralien fast überall in der Erdkruste zu finden. Es kann in Gesteinen, Mineralien sowie Wasser, Boden und Luft vorkommen. Durch Auswaschung aus den Erdschichten können auch Spuren des Urans in das Grundwasser oder Oberflächenwasser gelangen. Die Urangehalte sind im Wesentlichen geogen, also durch die Natur bedingt und somit regional sehr unterschiedlich.

Im Amazonas findet man Werte von 0,03 µg/l, im Ganges 3,9 µg/l. Deutsche Flüsse weisen in der Regel Urankonzentrationen zwischen 1 und 3 µg/l auf (http:\\www.geo.tu-freiberg.de /~merkel/uran_index.htm).

Im Wasser ist grundsätzlich zwischen der chemotoxischen Wirkung (Giftigkeit) und der radiotoxischen Wirkung (schädliche Strahlung durch radioaktiven Zerfall) des Urans zu unterscheiden. Bei der Betrachtung von Uran im Trinkwasser ist aufgrund der chemischen Beschaffenheit des Elements weniger die Radiotoxizität als die chemische Toxizität von Bedeutung. Das heißt, dass die mögliche Schädlichkeit von Uran nicht von seiner radioaktiven Strahlung ausgeht, sondern von seiner Giftigkeit für den menschlichen Organismus.

Im Hinblick auf Uran im Trinkwasser gab es bis 2011 nur Orientierungswerte:

bis 15 µg/l = unbedenklicher gesundheitlicher Orientierungswert Weltgesundheitsorganisation (WHO)
bis 10 µg/l = unbedenklicher gesundheitlicher Orientierungswert Umweltbundesamt (UBA)
bis 2 µg/l = zulässig für „Säuglingsnahrung“, die als solche beworben wird

Ab 01.11.2011 wurde in die Deutsche Trinkwasserverordnung ein Grenzwert für Uran im Trinkwasser aufgenommen. Er beträgt 10 µg/l.

Situation in Schleswig-Holstein:

Das zuständige Landesamt für soziale Dienste des Landes Schleswig-Holstein hat in einer repräsentativen Studie in 2008 insgesamt 375 Trinkwasserversorgungsanlagen auf Uran untersucht. In seiner zusammenfassenden Bewertung der Ergebnisse der „Untersuchung zum Urangehalt im schleswig-holsteinischen Trinkwasser“ stellt das Landesamt folgendes fest:

„Die gemessenen Werte liegen alle unter dem derzeitigen Leitwert von 10 µg/l. Der Leitwert von 10 μg/l wird für alle Bevölkerungsgruppen, einschließlich nicht gestillter Säuglinge, auf toxikologisch-epidemiologischer Grundlage als gesundheitlich sicher betrachtet. Somit ergibt sich entsprechend den derzeit aktuellen toxikologischen Bewertungen des Urans für keine der beprobten Wasserversorgungsanlagen ein Handlungsbedarf.“

Situation bei den KOWA SH - Mitgliedern:

WBV Eiderstedt < 0,01 µg/l
ZV Wasserversorgung Drei Harden 0,02 µg/l
WV Krempermarsch 0,03 µg/l
WBV Mittleres Störgebiet < 0,01 µg/l
WV Nord < 0,01 µg/l
WV Norderdithmarschen 0,01 µg/l
WV Süderdithmarschen 0,04 µg/l
WV Treene 0,08 µg/l
WV Unteres Störgebiet 0,26 µg/l
WBV Föhr 0,06 µg/l

[Die Nachweisgrenze für Uran (U-238) gemessen nach DIN EN ISO 17294-2 E29 beträgt 0,01 µg/l]

Fazit:

Uran im Trinkwasser stellt in den Versorgungsgebieten der KOWA SH - Mitglieder, und darüber hinaus in ganz Schleswig-Holstein, für die Verbraucher kein Risiko dar! Die geologischen Verhältnisse im Land sind so, dass die Uran-Werte im Grundwasser um ein Vielfaches unterhalb des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung bzw. sogar unter der technischen Nachweisgrenze liegen. Für Schleswig-Holstein hat der Grenzwert für Uran daher keine Relevanz.

„Relevant ist der neue Grenzwert für Uran im Trinkwasser von 10 µg/l nur für wenige, meist kleine Trinkwassergewinnungsgebiete, in denen Uran in höheren Konzentrationen vorkommen kann.“ (Umweltbundesamt 2011)

Verfasser: Ernst Kern, Wasserverband Nord, 04.04.2012

Weitere Informationen als PDF-Datei:
  1. Uran (U) im Trinkwasser: Kurzbegründung des gesundheitlichen UBA-Leitwertes (10 µg/l U) und des Grenzwertes für säuglingsgeeignete abgepackte Wässer (2 µg/l U)
    Umweltbundesamt, 19. Mai 2009
  2. Untersuchungen zum Urangehalt im schleswig-holsteinischen Trinkwasser
    Landesamt für soziale Dienste des Landes Schleswig- Holstein, April 2008

Das Schwermetall Uran im Trinkwasser 18.04.2012

Allgemeines:

Uran ist ein auf der Erde weit verbreitetes Element. Das Schwermetall ist in Form zahlreicher Mineralien fast überall in der Erdkruste zu finden. Es kann in Gesteinen, Mineralien sowie Wasser, Boden und Luft vorkommen. Durch Auswaschung aus den Erdschichten können auch Spuren des Urans in das Grundwasser oder Oberflächenwasser gelangen. Die Urangehalte sind im Wesentlichen geogen, also durch die Natur bedingt und somit regional sehr unterschiedlich.

Im Amazonas findet man Werte von 0,03 µg/l, im Ganges 3,9 µg/l. Deutsche Flüsse weisen in der Regel Urankonzentrationen zwischen 1 und 3 µg/l auf (http:\\www.geo.tu-freiberg.de /~merkel/uran_index.htm).

Im Wasser ist grundsätzlich zwischen der chemotoxischen Wirkung (Giftigkeit) und der radiotoxischen Wirkung (schädliche Strahlung durch radioaktiven Zerfall) des Urans zu unterscheiden. Bei der Betrachtung von Uran im Trinkwasser ist aufgrund der chemischen Beschaffenheit des Elements weniger die Radiotoxizität als die chemische Toxizität von Bedeutung. Das heißt, dass die mögliche Schädlichkeit von Uran nicht von seiner radioaktiven Strahlung ausgeht, sondern von seiner Giftigkeit für den menschlichen Organismus.

Im Hinblick auf Uran im Trinkwasser gab es bis 2011 nur Orientierungswerte:

bis 15 µg/l = unbedenklicher gesundheitlicher Orientierungswert Weltgesundheitsorganisation (WHO)
bis 10 µg/l = unbedenklicher gesundheitlicher Orientierungswert Umweltbundesamt (UBA)
bis 2 µg/l = zulässig für „Säuglingsnahrung“, die als solche beworben wird

Ab 01.11.2011 wurde in die Deutsche Trinkwasserverordnung ein Grenzwert für Uran im Trinkwasser aufgenommen. Er beträgt 10 µg/l.

Situation in Schleswig-Holstein:

Das zuständige Landesamt für soziale Dienste des Landes Schleswig-Holstein hat in einer repräsentativen Studie in 2008 insgesamt 375 Trinkwasserversorgungsanlagen auf Uran untersucht. In seiner zusammenfassenden Bewertung der Ergebnisse der „Untersuchung zum Urangehalt im schleswig-holsteinischen Trinkwasser“ stellt das Landesamt folgendes fest:

„Die gemessenen Werte liegen alle unter dem derzeitigen Leitwert von 10 µg/l. Der Leitwert von 10 μg/l wird für alle Bevölkerungsgruppen, einschließlich nicht gestillter Säuglinge, auf toxikologisch-epidemiologischer Grundlage als gesundheitlich sicher betrachtet. Somit ergibt sich entsprechend den derzeit aktuellen toxikologischen Bewertungen des Urans für keine der beprobten Wasserversorgungsanlagen ein Handlungsbedarf.“

Situation bei den KOWA SH - Mitgliedern:

WBV Eiderstedt < 0,01 µg/l
ZV Wasserversorgung Drei Harden 0,02 µg/l
WV Krempermarsch 0,03 µg/l
WBV Mittleres Störgebiet < 0,01 µg/l
WV Nord < 0,01 µg/l
WV Norderdithmarschen 0,01 µg/l
WV Süderdithmarschen 0,04 µg/l
WV Treene 0,08 µg/l
WV Unteres Störgebiet 0,26 µg/l
WBV Föhr 0,06 µg/l

[Die Nachweisgrenze für Uran (U-238) gemessen nach DIN EN ISO 17294-2 E29 beträgt 0,01 µg/l]

Fazit:

Uran im Trinkwasser stellt in den Versorgungsgebieten der KOWA SH - Mitglieder, und darüber hinaus in ganz Schleswig-Holstein, für die Verbraucher kein Risiko dar! Die geologischen Verhältnisse im Land sind so, dass die Uran-Werte im Grundwasser um ein Vielfaches unterhalb des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung bzw. sogar unter der technischen Nachweisgrenze liegen. Für Schleswig-Holstein hat der Grenzwert für Uran daher keine Relevanz.

„Relevant ist der neue Grenzwert für Uran im Trinkwasser von 10 µg/l nur für wenige, meist kleine Trinkwassergewinnungsgebiete, in denen Uran in höheren Konzentrationen vorkommen kann.“ (Umweltbundesamt 2011)

Verfasser: Ernst Kern, Wasserverband Nord, 04.04.2012

Weitere Informationen als PDF-Datei:
  1. Uran (U) im Trinkwasser: Kurzbegründung des gesundheitlichen UBA-Leitwertes (10 µg/l U) und des Grenzwertes für säuglingsgeeignete abgepackte Wässer (2 µg/l U)
    Umweltbundesamt, 19. Mai 2009
  2. Untersuchungen zum Urangehalt im schleswig-holsteinischen Trinkwasser
    Landesamt für soziale Dienste des Landes Schleswig- Holstein, April 2008